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Datum: 29.07.2025

Stiftung "Miteinander Leben" fördert acht weitere Projekte aus dem Kreis Offenbach

Der stellvertretende Vorsitzende des Vorstands der Stiftung „Miteinander Leben“, Erster Kreisbeigeordneter Carsten Müller, hat am Dienstagabend im Kreishaus in Dietzenbach Fördermittelschecks an Vertreterinnen und Vertreter von sieben Vereinen überreicht. Insgesamt fließen 16.150 Euro in acht Projekte im Kreis Offenbach. Die Bandbreite reicht von Kultur, Bildung, Jugend- und Altenhilfe bis hin zu sozialem Engagement und Völkerverständigung.

Der Landesverband Hessen e.V. der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) wurde mit einem Zuschuss in Höhe von 4.200 Euro unterstützt. Die Fach- und Selbsthilfeorganisation setzt sich seit 45 Jahren für die Behandlung, Teilhabe und Interessen von Menschen mit MS-Erkrankung ein. Sowohl Haupt- als auch Ehrenamtliche bringen viel Wissen durch eigene Erfahrungen mit der Erkrankung in ihre Arbeit ein. Im Jubiläumsjahr 2025 veranstaltet der Verband für rund 400 Beschäftigte aus ganz Hessen eine Ehrenamtsschulung. Durch die Fördermittel der Stiftung “Miteinander Leben” wird die Teilnahme der 35 Mitarbeitenden aus dem Kreis Offenbach finanziert.

Der Förderverein „Freunde der Götzenhainer Kantorei“ hat einen Zuschuss von 800 Euro für die Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen der Kantorei erhalten. Er kümmert sich ansonsten um die Finanzierung der Chorkonzerte, in dem er für die Kosten des begleitenden Orchesters und etwaiger Solistinnen und Solisten aufkommt. Aktuell ist mit der erneuten Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach das nächste Großprojekt in Vorbereitung.

Dem Harmonika-Spielring Langen 1937 e. V. wurde ein Zuschuss in Höhe von 750 Euro für den musikalisch-kulturellen Austausch gewährt, der seit 1973 mit dem Partnerorchester aus Frankreich besteht. Knapp 35 Mitglieder waren Ende Mai 2025 der Einladung des Accordeon Club du Centre nach Monts gefolgt. Höhepunkt war neben einem Besichtigungs- und Begegnungsprogramm ein deutsch-französisches Gemeinschaftskonzert.

Der Heimat- und Geschichtsverein Heusenstamm e. V. bekam 900 Euro für die Restaurierung des Friedhoftors in Heusenstamm-Rembrücken. Im Verein angesiedelt ist das BürgerForum Rembrücken, das sich um die Pflege des Brauchtums und der Geschichte des Stadtteils kümmert. Das Gittertor des dortigen Friedhofs ist in die Jahre gekommen und soll aus diesem Grund repariert, sandgestrahlt und neu lackiert werden. Parallel wird ein neuer Infokasten angebracht.

Der Caritasverband Offenbach/Main e. V. – Caritas in Langen freute sich über 1.000 Euro für das Projekt „Ein Zelt für alle“. Die Mitmachaktion auf dem Dreiherrnsteinplatz im Neu-Isenburger Stadtteil Gravenbruch bot Bürgerinnen und Bürger im Mai 2025 erneut ein abwechslungsreiches Programm in einem Zelt sowie drumherum.

Ein Scheck in Höhe von 500 Euro ging darüber hinaus an die Sprendlinger Turngemeinde 1848 e. V.. Das Geld fließt dort in die Beschaffung von Cheerleader-Uniformen. Der vielseitige Mannschaftssport rund um Akrobatik, Turnen und Tanz erfreut sich so großer Beliebtheit, dass daraus eine eigene Abteilung entstanden ist. Für die Teilnahme an Wettkämpfen benötigen die jungen Sportlerinnen und Sportler die typischen Uniformen. Ziel des Vereins aus Dreieich ist es, diese teure Ausstattung selbst anzuschaffen und an seine Mitglieder auszugeben, sodass Cheerleading allen Interessierten – unabhängig von der finanziellen Situation in den jeweiligen Familien – offensteht.

Die Sängervereinigung Sängerkranz Polyhymnia Nieder-Roden 1872 e. V. erhielt 2.000 Euro für ihr Konzertprojekt „Deutschlandreise – eine musikalische und kulinarische Entdeckungstour“. Ziel des Vereins ist es, damit die kulturelle Vielfalt zu stärken, soziale Teilhabe zu fördern und Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen zusammenzubringen. In Kooperation mit der Gartenstadt- und der Münchhausenschule werden auch Schülerinnen und Schüler aktiv in die Projektarbeit miteinbezogen. Für November 2025 sind zwei Konzerte im Bürgerhaus Rodgau-Nieder-Roden geplant.

Leider am Übergabetermin verhindert waren die Vertreterinnen und Vertreter des Hessischen Musikverbands e. V.. Die Stiftung „Miteinander Leben“ fördert dessen Anschaffung von Leihinstrumenten für die Anna-Freud-Schule in Mainhausen mit 6.000 Euro. Dort soll das Pilotprojekt „JeKi+“ etabliert werden, wobei die Abkürzung für „Jedem Kind ein Instrument“ steht. Grundschulkinder der zweiten bis vierten Klassen werden die Möglichkeit erhalten, ein Musikinstrument zu erlernen und gemeinsam in einem Ensemble zu musizieren. Das Angebot ist auf Chancengleichheit ausgerichtet, sodass auch Kindern, deren Familien aus finanziellen Gründen keinen Zugang zu musikalischer Bildung haben, mitmachen können. Geplant ist, durch den Einsatz qualifizierter Fachkräfte und die Bereitstellung von Leihinstrumenten nachhaltige Strukturen aufzubauen. Dank einer Kooperation mit der Kapelle der FFW Mainflingen und der Musikschule Seligenstadt sollen diese auch über das Pilotprojekt hinaus Bestand haben.

„Hinter jedem geförderten Projekt steht ein Verein oder ein Verband, der mit viel Herzblut und Einsatz seiner Mitglieder das Miteinander vor Ort stärkt“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Carsten Müller während der Übergabe. „Als Stiftung wollen wir genau dieses Engagement weiter fördern und ermöglichen. Die finanziellen Zuschüsse sind aus diesem Grund auch eine Investition in unsere Gemeinschaft, die dazu beitragen, unseren Kreis noch ein Stück lebenswerter zu machen.“

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