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Datum: 10.03.2017

Die "Freunde Sprendlingens" erhalten 2.000 Euro

Der Dreieicher Verein für Heimatkunde, die „Freunde Sprendlingens“, legt mit seiner „Chronik der Wohnstädte Hirschsprung und Breitensee“ ein Buch vor, das die Entwicklung des Sprendlinger Nordens und damit die deutsche Siedlungsgeschichte in typischer Weise widerspiegelt. 60 Jahre nach der Grundsteinlegung des Baugebietes mit gemütlichen Einfamilienhäusern, Bungalows, Reihenhäusern und dem zehngeschossigen Wohnungsbau dokumentiert die Chronik die Geschichte des Wohnquartiers im Sprendlinger Norden und erzählt Geschichten aus den sogenannten drei Ringen.

Die Stiftung „Miteinander Leben“ unterstützt die „Freunde Sprendlingens“ bei der Herausgabe ihrer Chronik. Landrat Oliver Quilling, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, hat Winfried Ossner, stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde, am Freitagabend bei der Jubiläumsfeier in der Stadtgalerie Sprendlingen einen symbolischen Scheck in Höhe von 2.000 Euro überreicht. „Das Buch beschreibt die Blütezeit eines modernen Stadtviertels genauso wie die Schattenseiten, als es in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre wegen erhöhter Arbeitslosigkeit und sinkender Wirtschaftskraft Schwierigkeiten im sozialen Miteinander gab“, sagte Landrat Oliver Quilling bei der Scheckübergabe an den Verein.

„Es ist bemerkenswert, dass die Menschen im Stadtviertel die Probleme rechtzeitig erkannt und gemeinsam Lösungen erarbeitet haben. Mit enormer Eigeninitiative, mit Hilfe von verschiedenen Förderprogrammen wie etwa ,Soziale Stadt´ und einem integrierten Entwicklungskonzept haben es Bürgerinnen und Bürger geschafft, das Wohnumfeld in den drei Ringen wieder attraktiver zu machen, neue Angebote auf die Beine zu stellen und somit die Lebensqualität insgesamt zu verbessern“, so der Landrat. „Es gab schwierige Zeiten in diesem Wohngebiet, doch dank der großen Motivation, Kreativität und Einsatzbereitschaft der Bewohnerinnen und Bewohner hat sich der Sprendlinger Norden von den Wirtschaftswunderjahren bis heute nie zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt“, sagte Oliver Quilling. Auch dieser Weg wird in der Chronik der Freunde Sprendlingens beschrieben.

Die Stiftung „Miteinander Leben“ fördert seit 2001 gemeinnützige Projekte in den Bereichen Bildung, Erziehung, Völkerverständigung, Jugend- und Altenhilfe, Kunst und Kultur sowie Naturschutz. Die Projekte müssen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Offenbach liegen. Vorrang haben dabei solche, die nicht zu den regulären Aufgaben der Verwaltung gehören und bei denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren. Die Gelder der Stiftung dienen als Anschubfinanzierung, um Projekten auf die Beine zu helfen. Mit den Stiftungseinnahmen wurden im vergangenen Jahr insgesamt zwölf Projekte gefördert. Die Initiativen erhielten rund 37.000 Euro. Die Höhe der jährlichen Förderung der Stiftung schwankt und ist abhängig von den Einnahmen und der Zahl der Antragsteller. So wurden beispielsweise 2004 genau 165.000 Euro, 2014 ungefähr 60.000 Euro und 2015 rund 20.000 Euro verteilt.

Anträge auf Geld aus der Stiftung „Miteinander Leben“ sind schriftlich an die Stiftung „Miteinander Leben“, Geschäftsführer Markus Härtter, Werner-Hilpert-Straße 1 in 63128 Dietzenbach zu richten. Spenden und Zustifter sind gerne gesehen.

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