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Datum: 06.06.2016

5.000 Euro für »Aktion Rehkitz«

Einen Scheck in Höhe von insgesamt 5.000 Euro hat Carsten Müller, Vorstandsmitglied der Stiftung „Miteinander Leben“, an Vertreter der Rodgauer „Aktion Rehkitz e.V.“ überreicht. Mit dem Geld unterstützt die Stiftung die rund 10.000 Euro teure Anschaffung einer Drohne samt Wärmebildkamera.

Zum Hintergrund: Als Neugeborene werden Rehkitze vor Füchsen, Greifvögeln oder Schwarzwild von ihrer Mutter im hohen Gras versteckt. Vollkommen still zu sein und sich nicht zu bewegen, wenn sich natürliche Feinde nähern, gehört zur Strategie der kleinen Kitze. Da sie in den ersten Lebenstagen auch kaum einen Eigengeruch haben, ist diese Überlebensstrategie recht erfolgreich. Doch unglücklicherweise bleiben die Rehkitze auch bei einem heranrückenden Mähdrescher liegen. Von dem Fahrer können die Kitze im hohen Gras zudem kaum gesehen werden. „Dadurch fallen nach Schätzungen des Deutschen Jagdverbandes deutschlandweit mehr als 100.000 Rehkitze dem Einsatz von Mähmaschinen zum Opfer“, so Müller.

Der Rodgauer Verein „Aktion-Rehkitz e.V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Landwirte und Jagdpächter im Kreis Offenbach beim Schutz der Kitze zu unterstützen. Die Mitglieder suchen Wiesen vor dem Mähen ab, um die genaue Lage der gefundenen Rehkitze, aber auch von jungen Hasen oder Bodenbrütern, deutlich zu markieren oder sie ganz aus der Gefahrenzone zu bringen.

Bei sehr großen Feldern gestaltet sich die bewährte Methode der Suche zu Fuß in einer Personenreihe jedoch als überaus zeitaufwendig und schwierig. Deswegen hat der Verein nun technisch aufgerüstet und wird bei künftigen Kitzsuchen eine Drohne samt Wärmebildkamera in die Luft schicken. „Dadurch lassen sich auch größere Wiesenflächen schnell absuchen. Denn die Körperwärme der Tiere ist auf einem Monitor am Boden gut zu erkennen. Die Lage des kleinen Rehkitzes wird dann an die Helferinnen und Helfer im Feld weitergegeben, die das hilflose Neugeborene so retten können“, erläutert Carsten Müller die Entscheidung der Stiftung. Die Video- und Wärmebildkamera soll in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen zudem ganzjährig auch zur Wildtier- und Naturbeobachtung eingesetzt werden. Zudem plant der Verein, seine Rettungsaktionen für Rehkitze künftig über die Gemarkung Rodgau hinaus auszudehnen.

Die Stiftung „Miteinander Leben“ fördert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Bildung, Erziehung, Völkerverständigung, Jugend- und Altenhilfe, Kunst und Kultur sowie Naturschutz. Die Projekte müssen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Offenbach liegen. Vorrang haben dabei solche, die nicht zu den regulären Aufgaben der Verwaltung gehören und bei denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren. Die Gelder der Stiftung dienen als Anschubfinanzierung, um Projekten auf die Beine zu helfen.

Anträge auf Gelder aus der Stiftung „Miteinander Leben“ sind schriftlich an die Stiftung „Miteinander Leben“, Geschäftsführer Markus Härtter, Werner-Hilpert-Straße 1 in 63128 Dietzenbach zu richten. Weitere Informationen zur Stiftung sind telefonisch unter 06074/8180-5404 und im Internet unter www.stiftung-ml.de erhältlich. Spenden und Zustifter sind gerne gesehen.

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